Donnerstag, den 17. Mai, 2001 - 12:37

Bürgerbüro: Aufruf Signale für Bürgermut

In Deutschland liegt etwas schief:

Menschen, die unter schwierigen Verhältnissen
Zivilcourage bewiesen haben, leben in Arbeitslosigkeit und Armut, Menschen, die andere gepeinigt und unterdrückt haben, leben in Wohlstand und Würden.

Zum Tod von Bundespräsident Johannes Rau

Das Bürgerbüro zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur ist tief
betroffen über den Tod des Altbundespräsidenten Johannes Rau.
Johannes Rau hat sich immer wieder in Politik und Öffentlichkeit für die
angemessene Würdigung der Opfer der SED-Diktatur eingesetzt. Bei seinem Besuch im Bürgerbüro am 28. März 2001 betonte er, dass es wichtig sei, an die Leistungen der in der DDR politisch Verfolgen und die Leiden der Opfer zu erinnern. Gegenüber der Bundesregierung mahnte er wiederholt bessere Entschädigungsreglungen für die ehemals Verfolgten an.

Bärbel Bohley (Vorsitzende)
Dr. Ehrhart Neubert (stellvertretender Vorsitzender)
Ralf Hirsch
Dr. Uwe Lehmann-Brauns
Vera Lengsfeld
Dr. Helmut Nicolaus
Siegfried Reiprich
Konrad Weiß (alle Vorstand)

...vollständiges Dokument:

BÜRGERBÜRO e. V.
Verein zur Aufarbeitung von
Folgeschäden der SED-Diktatur
___________________________________________
Bürgerbüro e.V. Bernauer Str. 111 13355
Berlin Tel.: 030 / 463 48 06 Fax: 030 / 463 57 18
buergerbuero@berlin.sireco.net
http://user.berlin.sireco.net/buergerbuero

Presseerklärung
Berlin, den 18. November 2005

Bundesverfassungsgericht verfehlt erneut die Rechtsgrundlagen des wieder vereinten Deutschlands

Durch ein Urteil vom 25. Oktober 2005 des Bundesverfassungsgerichtes wurde der Verfassungsbeschwerde des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten und derzeitigen Bundesverkehrsministers, Manfred Stolpe, gegen die Bezeichnung als Stasi-Mitarbeiter stattgegeben.

Dazu erklärt das Bürgerbüro:

Unbestreitbar auf Grund der Aktenlage ist die Registrierung von Manfred Stolpe durch das Ministerium für Staatssicherheit als IMB (=Inoffizieller Mitarbeiter mit Feindkontakt) "Sekretär" unter der Nummer IV/1192/64. Umfangreiche Akten dokumentieren 20 Jahre Zusammenarbeit. Stolpe räumte diese für ihn vorteilhaften Kontakte ein.

Stadt Leipzig
Herrn Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee
Herren Fraktionsvorsitzende im Stadtrat
Alexander Achminow
Dr. Michael Burgkhardt
Dr. Joachim Fischer
Wolfram Leuze
Dr. Lothar Tippach
Neues Rathaus
Martin-Luther-Ring 4 - 6
04109 Leipzig 18. August 2005

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!
Sehr geehrte Herren Fraktionsvorsitzende!

Die Unterzeichnenden wenden sich an Sie in einer Angelegenheit, die den Ruf der Stadt Leipzig erheblich beschädigt und eine klare Stellungnahme der Kommunalpolitik erfordert...

15 Jahre Runder Tisch, Vortrag und Diskussion mit Arnold Vaatz und Siegfried Reiprich

Sie waren Teil der friedlichen Revolution gegen das SED-Regime - die "Runden Tische" überall in der DDR. Doch wie kam es dazu ? Was waren die persönlichen Erfahrungen ? Und wie ist die Entwicklung heute, 15 Jahre danach zu bewerten ? Diese Fragen und mehr diskutierten Beteiligte, Zeitzeugen und interessierte Gäste auf einer CDU-Gedenkveranstaltung anlässlich der Ereignisse in den Wendemonaten.

Für die beiden Podiumsgäste Arnold Vaatz und Siegfried Reiprich spielt neben der Geschichte des "Runden Tisch" insbesondere die Reflektion der damaligen Ereignisse auf die Gegenwart eine wichtige Rolle. Während sich der eine als Bundestagsabgeordneter für die Demokratie einsetzt, kämpft der andere in der Gedenkstätte Hohenschönhausen täglich gegen das Vergessen. Beide waren der Einladung des Lichtenberger CDU-Vorsitzenden Wilfried Nünthel, Mitbegünder des "Runden Tisch" in Marzahn, gefolgt unter der Leitung von Peter Rzepka (MdB) mit den zahlreichen Gästen lebhaft zu diskutieren.

...Weiter: www.cdulichtenberg.de/aktuelles/artikel.phtml?inhalt=050601_rundertisch

Brief an Außenminister Fischer, Kuba

Sehr geehrter Herr Außenminister,

die Europäische Union steht in Verhandlungen mit Kuba, das sich um eine Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zu den europäischen Staaten bemüht. Es ist bisher zu keiner einheitlichen Lösung gekommen. Kuba hat die Normalisierung nur Staaten gewährt, die keine Oppositionellen mehr in ihre Botschaften einladen.

Das kommunistische Regime in Kuba ist nach wie vor ein staatsterroristisches. Flüchtlinge und Fluchthelfer werden hingerichtet, Dissidenten und Andersdenkende werden unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, die Bevölkerung in Zwängen und Unmündigkeit gefesselt.

...vollständiger Text hier:

Bürgerbüro zu Täterprivilegien und Opferdiskriminierung

Ergebnisse der friedlichen Revolution revidiert

Das Bundesverfassungsgericht gab am gestrigen Tage zwei Entscheidungen bekannt, wonach Kürzungen der Renten von DDR-Funktionären verfassungswidrig sind, sofern diese nicht Mitarbeiter der Stasi gewesen waren. Der Gesetzgeber
wurde aufgefordert, eine Neuregelung hinsichtlich einer Erhöhung der Rente für diesen Personenkreis zu schaffen.

vollständiger Text hier:

Hier ein "historischer" Text aus dem Mai 1998 (!): Wenn sich der Suchfinger verirrt...

von Udo Scheer

Ein halber Sieg ist einzugestehen und eine neue Niederlage ... das Wegtauchen der Täter, das Versacken der Vergangenheit und der Fakten in einem merkwürdigen Macht- und Meinungsmorast", schrieb Jürgen Fuchs in seinem heftig diskutierten Roman Magdalena über den Erstarrungszustand nach dem Aufbruch 1989. Sehr genau registriert der Autor, der ein Jahr in den Archiven der Gauck-Behörde über Stasi-Methoden der "Zersetzung" recherchierte, darin das Wachsen einer neuen Behördenwelt.

Seine Kritik fand jetzt eine unglaubliche Bestätigung...

Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand, von Freya Klier

Hier können Sie erstmals das mittlerweile ausverkaufte Buch über den Jenenser Oppositionellen Matthias Domaschk kostenlos herunterladen.

Mit freundlicher Genehmigung von Freya Klier.
Download: Freya Klier, Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand

Zur Terrorismushypothese, Seite 116 (ein Spitzel beschuldigte "Matz" fälschlich, den "geexten Philosophiestudenten" Siegfried Reiprich für eine terroristische Vereinigung anwerben zu wollen) lesen Sie bitte auch:
Download: Einspruch gegen SPIEGEL-Autor Claus Malzahn zum Tod von Matthias Domaschk
Hier der Spitzelbericht im Original, Seite 2

Buch: DER VERHINDERTE DIALOG, von Siegfried Reiprich

Siegfried Reiprich, Der verhinderte Dialog. Meine politische Exmatrikulation.
Eine Dokumentation. Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs.

ISBN 3-9804920-2-8,
8 €,
zu bestellen in jeder Buchhandlung.

Weiter Infos bei Robert-Havemann-Gesellschaft, Publikationen
oder Nachfragen an mich: s.reiprich@magtec.de

Man erhält das Buch auch in der Buchhandlung ´89, Kontakt Paul Beyer

Aufbau Ost, liberal September 2004

Der Aufbau Ost: Geld statt Geist.
Zu den Ursachen des Scheiterns eines sozialismusnahen Konzeptes.
Von Siegfried Reiprich


Das Scheitern eines „Aufbau-Ost“ genannten Planes war absehbar, es wurde umso wahrscheinlicher, je „selbstbewusster“ seine politisch-konformistischen Befürworter nach kurzer Verunsicherung auftraten. Denn es handelte sich um die Fortsetzung der prokommunistischen Selbstentmächtigung des Westens in der Ära der Entspannungspolitik mit anderen Mitteln.

Wer in den 1980er Jahren die DDR Diktatur bezeichnete lief Gefahr, im Namen des Friedens von der Konsenskirche des geheiligten Status Quo exkommuniziert und in die eisige Hölle der Kalten Krieger verbannt zu werden. Die authentische Erfahrung politischer Häftlinge oder exilierter Dissidenten aus dem Osten wurde ignoriert, denunziert, bestenfalls milde belächelt. Allenfalls in homöopathischen Dosen konnte westlichen Main-Stream-Deutschen die Wahrheit über Honeckers Reservat für den homo sowjeticus germanicus zugemutet werden. Ihrem Erich brächten die Eingeborenen fast so etwas wie stille Verehrung entgegen, orakelte ein Theo Sommer. Schüler in Nord-Rhein-Westfalen mussten begründen, warum die Werktätigen der DDR stolz auf ihre sozialistischen Errungenschaften seien. Der Weltökonom Oskar Lafontaine hielt die DDR für einen führenden Industriestaat und schickte dem saarländischen Landsmann Honecker gern ein Kistchen Wein aus der Heimat. Gerhard Schröder verwöhnte Egon Krenz, immerhin Schreibtischmörder aus kommunistischer Überzeugung, mit warmherzigen Zeilen, und selbst das konservativ-liberale Lager rümpfte die Nase, als Alfred Dregger angesichts der Reisepläne des Ostberliner Diktators nach Bonn im Jahre 1987 meinte, man habe es nicht nötig, sich von diesem Herrn die Ehre seines Besuches erweisen zu lassen. Igitt! Ein Ewiggestriger hatte gesprochen! Aber der war, wie man bald sah, auf der Höhe der Zeit.

Zum liberal >>> liberal, Heft 03/2004
Vollständiger Text:
Download: Artikel zum Aufbau Ost, liberal 03/2004

Der Fall Biermann - Freie Presse Chemnitz über Jürgen Breitbarth, Biermann und Reiprich

Neben und zum Teil noch vor den Protesten Ostberliner Künstler gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermanns aus der DDR im November vor dreißig Jahren gab es eine Protestbewegung in der "Provinz", vor allem in den Südbezirken der DDR. Junge, unbekannte Leute, die nicht durch Prominenz, die im Schoße der Staatspartei gewachsen war, geschützt waren, standen auf. Dies war besonders beunruhigend für die SED, durfte es doch unter sozialistischen Gesellschaftsverhältnissen gar nicht sein...
Die Freie Presse nimmt sich - nach dem 30. Jahrestage der Biermannausbürgerung - einer solchen Geschichte an.

Hier der Artikel vom 17./18. Februar 2007 von der Homepage der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Download: Freie Presse Februar 2007: Jürgen Breitbarth, Biermann und Reiprich

von Siegfried Reiprich und Vera Lengsfeld

Einleitung
Es ist ein alarmierendes Zeichen wenn ein linker Philosoph zur Wahl 98 sagt: "...es sind zwei Sozialdemokratien, die sich miteinander streiten, darunter eine mehr national getönte, mit konservativen Reizwörtern operierende, sogenannte christliche. Wir haben nur sozialdemokratische Politiken." Kann die Union jedoch einen Wettlauf mit der Linken gewinnen, wenn sie in die gleiche Richtung rennt?

Den vollständigen Text zum Downlaod finden Sie hier, oder Sie lesen direkt weiter.
Download: Quo vadis CDU - Analyse zum "Aufbau Ost", Reiprich & Lengsfeld

Der verhinderte Dialog, Rezension in der taz

von Udo Scheer


...und in der WELT

Nachruf auf Kapitän Kurt Fleischfresser Kapitän

Nachruf auf den am 23.12.2001 verstorbenen langjährigen Hafenmeister Kurt Fleischfresser.
Kapitän Kurt Fleischfresser zum Gedenken

Als Kurt Fleischfresser am 3. März 2001 mit Familie, Freunden und Bekannten in Laboe seinen 90. Geburtstag feierte, blickte er auf ein langes, arbeitsreiches und schönes Leben als Seemann und Segler, Kapitän, Schiffseigner und Unternehmer, Segel- und Heimatschriftsteller zurück. Nun ist der allseits bekannte Laboer, der doch immer Wolliner blieb, im einundneunzigsten Lebensjahr von uns gegangen. Wir werden ihn vermissen. Denn Kapitän Fleischfresser hatte nicht nur etwas zu sagen, er konnte auch erzählen.

In einer Zeit, als "Seemann" noch ein Synonym für "Segler" war, fuhr der 14-Jährige im Jahr 1925 mit dem Dreimast-Segelschoner "Ella" als Schiffsjunge von seiner Heimatstadt Wollin in Pommern nach Schweden.
(weiterlesen auf der Seite des Hafens Laboe>>>)