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Kurras - und was noch? Schleppende Aufarbeitung, Bürgerrechtler bei Personalpolitik der BStU diskriminiert.
Hier ein "historischer" Text aus dem Mai 1998 (!): Wenn sich der Suchfinger verirrt...

von Udo Scheer

Ein halber Sieg ist einzugestehen und eine neue Niederlage ... das Wegtauchen der Täter, das Versacken der Vergangenheit und der Fakten in einem merkwürdigen Macht- und Meinungsmorast", schrieb Jürgen Fuchs in seinem heftig diskutierten Roman Magdalena über den Erstarrungszustand nach dem Aufbruch 1989. Sehr genau registriert der Autor, der ein Jahr in den Archiven der Gauck-Behörde über Stasi-Methoden der "Zersetzung" recherchierte, darin das Wachsen einer neuen Behördenwelt.

Seine Kritik fand jetzt eine unglaubliche Bestätigung...
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Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand, von Freya Klier
titelbild Matz-BuchHier können Sie erstmals das mittlerweile ausverkaufte Buch über den Jenenser Oppositionellen Matthias Domaschk kostenlos herunterladen.

Mit freundlicher Genehmigung von Freya Klier.
- Download: Freya Klier, Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand

Zur Terrorismushypothese, Seite 116 (ein Spitzel beschuldigte "Matz" fälschlich, den "geexten Philosophiestudenten" Siegfried Reiprich für eine terroristische Vereinigung anwerben zu wollen) lesen Sie bitte auch
- Download: Einspruch gegen SPIEGEL-Autor Claus Malzahn zum Tod von Matthias Domaschk
Hier der Spitzelbericht im Original, Seite 2

Buch: DER VERHINDERTE DIALOG, von Siegfried Reiprich
Buchumschlag Dialog
Siegfried Reiprich, Der verhinderte Dialog. Meine politische Exmatrikulation.
Eine Dokumentation. Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs.

ISBN 3-9804920-2-8, 8 €, zu bestellen in jeder Buchhandlung.

Weiter Infos bei Robert-Havemann-Gesellschaft, Publikationen
oder Nachfragen an mich: s.reiprich@magtec.de

Man erhält das Buch auch in der Buchhandlung ´89, Kontakt Paul Beyer





Aufbau Ost, liberal September 2004
Der Aufbau Ost: Geld statt Geist.
Zu den Ursachen des Scheiterns eines sozialismusnahen Konzeptes.
Von Siegfried Reiprich


Das Scheitern eines „Aufbau-Ost“ genannten Planes war absehbar, es wurde umso wahrscheinlicher, je „selbstbewusster“ seine politisch-konformistischen Befürworter nach kurzer Verunsicherung auftraten. Denn es handelte sich um die Fortsetzung der prokommunistischen Selbstentmächtigung des Westens in der Ära der Entspannungspolitik mit anderen Mitteln.

Wer in den 1980er Jahren die DDR Diktatur bezeichnete lief Gefahr, im Namen des Friedens von der Konsenskirche des geheiligten Status Quo exkommuniziert und in die eisige Hölle der Kalten Krieger verbannt zu werden. Die authentische Erfahrung politischer Häftlinge oder exilierter Dissidenten aus dem Osten wurde ignoriert, denunziert, bestenfalls milde belächelt. Allenfalls in homöopathischen Dosen konnte westlichen Main-Stream-Deutschen die Wahrheit über Honeckers Reservat für den homo sowjeticus germanicus zugemutet werden. Ihrem Erich brächten die Eingeborenen fast so etwas wie stille Verehrung entgegen, orakelte ein Theo Sommer. Schüler in Nord-Rhein-Westfalen mussten begründen, warum die Werktätigen der DDR stolz auf ihre sozialistischen Errungenschaften seien. Der Weltökonom Oskar Lafontaine hielt die DDR für einen führenden Industriestaat und schickte dem saarländischen Landsmann Honecker gern ein Kistchen Wein aus der Heimat. Gerhard Schröder verwöhnte Egon Krenz, immerhin Schreibtischmörder aus kommunistischer Überzeugung, mit warmherzigen Zeilen, und selbst das konservativ-liberale Lager rümpfte die Nase, als Alfred Dregger angesichts der Reisepläne des Ostberliner Diktators nach Bonn im Jahre 1987 meinte, man habe es nicht nötig, sich von diesem Herrn die Ehre seines Besuches erweisen zu lassen. Igitt! Ein Ewiggestriger hatte gesprochen! Aber der war, wie man bald sah, auf der Höhe der Zeit.

Zum liberal >>> liberal, Heft 03/2004
Vollständiger Text - Download: Artikel zum Aufbau Ost, liberal 03/2004

Der Fall Biermann - Freie Presse Chemnitz über Jürgen Breitbarth, Biermann und Reiprich
Neben und zum Teil noch vor den Protesten Ostberliner Künstler gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermanns aus der DDR im November vor dreißig Jahren gab es eine Protestbewegung in der "Provinz", vor allem in den Südbezirken der DDR. Junge, unbekannte Leute, die nicht durch Prominenz, die im Schoße der Staatspartei gewachsen war, geschützt waren, standen auf. Dies war besonders beunruhigend für die SED, durfte es doch unter sozialistischen Gesellschaftsverhältnissen gar nicht sein...
Die Freie Presse nimmt sich - nach dem 30. Jahrestage der Biermannausbürgerung - einer solchen Geschichte an.

Hier der Artikel vom 17./18. Februar 2007 von der Homepage der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen- Download: Freie Presse Februar 2007: Jürgen Breitbarth, Biermann und Reiprich

Quo vadis CDU? Die Union und der Osten
von Siegfried Reiprich und Vera Lengsfeld

Einleitung
Es ist ein alarmierendes Zeichen wenn ein linker Philosoph zur Wahl 98 sagt: "...es sind zwei Sozialdemokratien, die sich miteinander streiten, darunter eine mehr national getönte, mit konservativen Reizwörtern operierende, sogenannte christliche. Wir haben nur sozialdemokratische Politiken." Kann die Union jedoch einen Wettlauf mit der Linken gewinnen, wenn sie in die gleiche Richtung rennt?

Den vollständigen Text zum Downlaod finden Sie hier, oder Sie lesen direkt weiter.- Download: Quo vadis CDU - Analyse zum "Aufbau Ost", Reiprich & Lengsfeld
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Der verhinderte Dialog, Rezension in der taz
von Udo Scheer

Ideologische Kanonen

...und in der WELT
Kein Arbeiter
Nachruf auf Kapitän Kurt Fleischfresser Kapitän
Nachruf auf den am 23.12.2001 verstorbenen langjährigen Hafenmeister Kurt Fleischfresser.
Kapitän Kurt Fleischfresser zum Gedenken

Als Kurt Fleischfresser am 3. März 2001 mit Familie, Freunden und Bekannten in Laboe seinen 90. Geburtstag feierte, blickte er auf ein langes, arbeitsreiches und schönes Leben als Seemann und Segler, Kapitän, Schiffseigner und Unternehmer, Segel- und Heimatschriftsteller zurück. Nun ist der allseits bekannte Laboer, der doch immer Wolliner blieb, im einundneunzigsten Lebensjahr von uns gegangen. Wir werden ihn vermissen. Denn Kapitän Fleischfresser hatte nicht nur etwas zu sagen, er konnte auch erzählen.

In einer Zeit, als "Seemann" noch ein Synonym für "Segler" war, fuhr der 14-Jährige im Jahr 1925 mit dem Dreimast-Segelschoner "Ella" als Schiffsjunge von seiner Heimatstadt Wollin in Pommern nach Schweden.
(weiterlesen auf der Seite des Hafens Laboe>>>)


Weitere Texte
Demnächst auch an dieser Stelle mehr. Aber vielleicht mögen Sie ja eine kleine Kostprobe aktueller politischer Meinungsäußerungen, unterschrieben von einigen Leuten, inklusive meiner Wenigkeit..
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Zu den Mechanismen ideologischer Disziplinierung an DDR-Universitäten
Von Siegfried Reiprich

Vorbemerkung

Wer von "Mechanismen" redet, verwendet eine unvollkommene und irreführende Metapher, wenn es um das Handeln von mit Willensfreiheit begabten Menschen geht. Allerdings sind Bürokratien Kollektive, welche mechanistisch, also oft unmenschlich, nach abstrakten Mustern handeln. Deren Logik in Frage zu stellen oder gar zu durchbrechen, ist für den Einzelnen zumeist gefährlich und teuer. Bürokratien - und damit soll nicht die Notwendigkeit rationaler Informationsverarbeitung und Entscheidung geleugnet werden - wurzeln in einer rationalistischen Anmaßung: man meint, alles im Griff zu haben, wenn man für alles ein Referat hat. Dies gilt insbesondere für den gar nicht so endgültig untergegangenen Marxismus-Leninismus. Auch deshalb wird hier von "Mechanismen ideologischer Disziplinierung" gesprochen.
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Zur Bastardisierung von deutscher Nationalhymne und DDR-Hymne
von Siegfried Reiprich

Genosse Schröder plant, am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit, die DDR-"Nationalhymne" mit der gesamtdeutschen Nationalhymne durch einen Komponisten synthetisieren, besser bastardisieren zu lassen. Was soll da zusammengefügt werden, das doch nicht zusammen gehört?

(Originalfassung- eine leicht gekürzte Version erschien in der FAZ am 4. September 1998)
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